Die Fliedschn –
Comedy-Duo mit Suli Puschban.
Eine Österreicherin, die Gitarre spielt
und eine Deutsche, die nicht singen kann.

Sie kommen im Negligé: Frau Pospischil mit der Gitarre, Frau Oben trägt die Ukulele. Zwei Frauen, deren Kleidergeschmack bereits verkündet, was musikalisch auf die Zuschauerohren treffen wird: schwarz-rosarotes in Kunstseide, Sandaletten und verschiedene Kopfbedeckungen. Zu Deutsch: es gibt österreichische Weisen, eingängige Melodien und gewöhnungsbedürftige Texte. Alles das feinfühlig vermischt und mit Herz serviert.
Die Fliedschn sind sympathische Flittchen, ein Duo, das kaum eine Frage rund um das Thema Liebe, Erotik und Sex unbehandelt lässt. Allerdings geht es nicht darum profane Plattitüden vom Stapel zu lassen. Feminismus ist ein Wort, das man vergeblich suchen wird. Frau Pospischil würde in ihrer unvermittelten Art sagen: „Des Private is eh politisch.“ Und sie hat Recht. Die zunehmende Anonymität in Großstädten, schneller Sex, Beziehungsschwierigkeiten, und die Suche nach Gefühl und Romantik führen zu einer subtilen Auseinandersetzung zur Frage: wie macht man Liebe richtig? Ist es der Quickie, die benutzten Slips aus japanischen Automaten, oder mit Sextoys in jeder Größe, als Dinner for one, auf einem Käferdach oder einfach nur auf schwedisch?
Die Fliedschn befinden sich in der Hotelbar und proben ihren Auftritt, denn der Manager hat verlangt, dass sie sich internationalisieren. Heute geht man mit der Zeit und spricht englisch. „Na Servus!“ so der trockene Kommentar der Dame mit dem schwarzen Kurzhaarschnitt und spielt einen Mollakkord. „Fäntästik“ begeistert sich die andere und kauft sich ein Wörterbuch. An der Bar befindet sich zu ihrer Überraschung mehr Publikum, als erwartet, so improvisieren sie kurz ihre Probe und lassen die Zuschauer so tun, als seine sie das Publikum. „Mir san jo schliesslich brogressief...“. Frau Obens Misstöne erträgt Frau Pospischil mit stoischer Mine, während Frau Oben nicht zu entmutigen ist.
Also als Kurzformel:
Ein aparter Mix aus Deutsch-Österreichischer Freundschaft, einer öffentliche Probe, harmlos anmutende, aber zum Nachdenken anregende Texte, eingängige Melodien mit Schunkelverbot, mitsingendem Publikum und charmante Dilettantinnen, die gleich zu Beginn die Frage stellen:
„Host scho dupft, die Wochn?“

Servus, Grüezi und Hallo!
Buche uns, und wir kommen!
